Der Beschluss der CDU-Landtagsfraktion, keine weiteren FFH-Gebiete nach Brüssel zu melden, würde statt dessen zu millionenschweren Vertragsstrafen für Brandenburg führen, so der NABU-Vorsitzende. Schließlich habe die Kommission auf einem Seminar im November 2002 in Potsdam in allen Bundesländern erhebliche Defizite festgestellt und Nachmeldungen eingefordert. Zuerst hatten Bayern und Baden-Württemberg eine Nachmeldung beschlossen, nach und nach auch die übrigen Landesregierungen.
Kirschey sagte, es sei ihm unverständlich, dass es überhaupt möglich sei, dass an der Regierung beteiligte Landtagsfraktionen die Nicht-Einhaltung geltender Gesetze forderten. Auch die Behauptung, Brandenburg sei Vorreiter im Unter-Schutz-Stellen, wies Kirschey zurück. "Brandenburg liegt weit hinter dem EU-Durchschnitt", so Kirschey.